Schule ohne Rassismus

Wie kam es dazu?

Anfang Juli ist es passiert. Nach fast zwei Jahren Engagement wurde unserem OSZ Lotis auf einer festlichen Veranstaltung der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (kurz SOR-SMC) verliehen. Das ist einer Gruppe von Schülern/innen, Klassensprechern/innen und SV-Vertretern gemeinsam mit vielen Lehrern/innen und unserer Sozialarbeiterin zu verdanken.

In mehreren Workshops wurde über Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus diskutiert und was wir dem mit dem Projekt „SOR-SMC“ entgegenstellen möchten. So haben wir uns vorbereitet auf die große Unterschriftenaktion und die vielen Gespräche. Am Ende haben sich über 70% aller Schülerinnen und Schüler, Lehrer/innen und aller Beschäftigten am OSZ Lotis für dieses Projekt ausgesprochen. Damit sind wir das erste OSZ in Berlin, das mit allen seinen Abteilungen und Bildungsgängen diese Auszeichnung erreichen konnte.

Was bedeutet das eigentlich “SOR-SMC”?

Gibt es jetzt keine dummen Sprüche und keine Ausgrenzung mehr am OSZ Lotis?
Nein, sicher nicht, aber wir wollen anders damit umgehen. Dies beschreibt die Selbstverpflichtung die jetzt für unser OSZ gilt.

1.Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

2.Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, einander künftig zu achten.

3.Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Papier ist geduldig – oder: Eine SOR-SMC-Tafel an der Wand verändert noch keine Schule

Verleihung des Titels SOR-SMC

Richtig, aber jetzt kommt es darauf an diese Grundsätze mit Leben zu erfüllen. Dafür ist wichtig, was ihr darüber denkt, dass ihr in euren Klassen darüber sprecht, wie ihr euch den Umgang miteinander vorstellt und wie das Schulklima insgesamt  aussehen soll. Sicher werden wir auch neue SOR-SMC-Projekttage planen.Wer Lust hat, dabei mitzuwirken, wendet sich bitte an die Schülervertretung, den/die Klassenlehrer/in oder unsere Sozialarbeiterin Fr. Reckwell (R 1.4.07). Es gibt nichts Gutes, außer man/frau tut es.