OSZ Berlin: Kooperationspartner der Integrierten Sekundarschule

ZBW: Zweiter Bildungsweg

 

 

Maßgeschneiderte Bildung in den Klassen 11 bis 13

 

Durchlässigkeit für jede Begabung

Berlin kann es sich nicht leisten,10 % eines Jahrgangs ohne Schulabschluss in das Erwachsenenleben zu entlassen. Das OSZ Berlin verbindet Berufsvorbereitung mit der Chance zum Erwerb eines (höheren) Schulabschlusses. Diese Förderung kommt aber für diejenigen zu spät, die durch Misserfolge in der Primar- und Mittelstufe bereits demotiviert und frustriert sind. Daher bietet eine einheitliche, nicht auslesende Sekundarschule eine gute Ausgangsposition für einen erfolgreichen Start in höhere Bildung.

Eine durchlässige Sekundarstufe bis Klassem 10 ist Vorbereitung auf eine den Leistungen und Neigungen der Absolventinnen und Absolventen entsprechende Wahl der Oberstufe: In Klasse 10 haben sich Interessen für bestimmte Berufsfelder wie Technik oder Wirtschaft herausgebildet. Ein großer Teil bewirbt sich um einen Ausbildungsplatz und geht direkt in eine Berufsausbildung im
dualen System über. Ein anderer Teil entscheidet sich für eine berufliche Grundbildung in einem Berufsfeld eigener Wahl. Ein großer Teil wird die Hochschulreife an einer allgemeinen oder beruflichen Gymnasialen Oberstufe anstreben.

Europa-Kompetenz

Die junge Generation wächst in einem Europa ohne Grenzen auf. Fremdsprachenkompetenz gehört heute zur Grundausstattung jedes jungen Menschen. Immer mehr werden Praktika im europäischen Ausland ableisten. International tätige Unternehmen brauchen Personal, das global einsetzbar ist. Der Europäische Qualifizierungsrahmen vereinheitlicht die Anforderungen an die Europatauglichkeit der Absolventen auch deutscher Schulen. Die OSZ können helfen, die erforderlichen Kompetenzen zu erwerben.

Gleichwertigkeit

Das OSZ Berlin ist in Zusammenführung verschiedener Schulformen der Oberstufe entstanden. Damit wurde die Kleinteiligkeit und stark gegliederte Schulstruktur vor

allem in der beruflichen Bildung konzentriert und die Allgemeinbildung durch Integration von Wegen zum Abitur gestärkt. Der Berufsfeldbezug schaffte größere Übersichtlichkeit der Bildungswege. Die ungünstigen Entwicklungsbedingungen vor allem für Bildungsbenachteiligte sowie die soziale Segregation in der Mittelstufe werden am OSZ tendenziell ausgeglichen. Die Abschlüsse stehen denen am Gymnasium und den anderen allgemeinen in nichts nach. Der Prozess kann daher

Chancengleichheit

Das OSZ Berlin bietet berufsfeldbezogene Anschlüsse an die in Sekundarschule oder
Gymnasium erworbene Allgemeinbildung und verbessert so Chancengleichheit und
soziale Teilhabe an Bildungsgütern. Das OSZ Berlin ist integrierte Gemeinschaftsschule der Oberstufe ab Klasse 11. Für alle Interessen, Schulabschlüsse und Neigungen gibt es differenzierte Bildungsangebote. Jeder
erhält eine Chance zum Start in Studium, Ausbildung und Beruf.

Kompetenz in allgemeiner und beruflicher Bildung

Berufsfeldbezogene Oberstufenzentren sind ab 1979 durch Zusammenführung verschiedener Schulformen der Oberstufe entstanden. Damit wurde die Kleinteiligkeit und stark gegliederte Schulstruktur vor allem in der beruflichen Bildung beseitigt und die Allgemeinbildung durch Integration von neuen Wegen zum Abitur gestärkt. Die ungünstigen Entwicklungsbedingungen vor allem für Bildungsbenachteiligte sowie die soziale Segregation in der Mittelstufe werden am OSZ Berlin tendenziell ausgeglichen.

Der Prozess ihrer Gründung kann daher modellhaft für die Schaffung der einheitlichen Mittelstufe herangezogen werden. Der Schulausschuss sollte daher nicht nur die Gymnasien, sondern insbesondere auch die Oberstufenzentren in den Prüfauftrag einbeziehen.

OSZ bieten für alle Absolventinnen und Absolventen der allgemein bildenden Schule berufsfeldbezogene Anschlüsse und verbessern so Chancengleichheit für soziale Teilhabe. OSZ Berlin ist so integrierte Gemeinschaftsschule ab Klasse 11 mit differenziertem Bildungsangebot für den Start in Studium, Ausbildung und Beruf. Auch jenseits der Klasse 13 nehmen nicht wenige Abiturienten eine Berufsausbildung am OSZ Berlin auf. Auch die  Berliner Gymnasien sind daher für OSZ Berlin abgebende Schulen.

Die Sekundarschule wird durch OSZ Berlin erst richtig attraktiv

Es besteht die Gefahr, dass die zweigliedrige Mittelstufe aus Sekundarschule und Gymnasium an der sozialen Segregation grundsätzlich wenig ändern kann. Es ist fraglich, ob die zukünftige Sekundarschule dem Gymnasium gleichwertig werden wird, wenn die leistungsfähigen Schülerinnen und Schüler ins Gymnasium übergehen und der übrig bleibende Rest in die Sekundarschule kommt. Um Gleichwertigkeit zu erzielen, brauchen Sekundarschulen ein glaubwürdiges, zielgruppengerecht differenziertes Bildungsangebot für die Oberstufe, das sich von dem der Gymnasien abhebt. Dieses könnte einerseits im Abitur nach Klasse 13 liegen und so schwächeren Schülerinnen und Schülern und bildungsferneren Elternhäusern Sicherheit geben.

Die Perspektive der bestmöglichen Bildung bis Klasse 13 wird aber nur dann als gleichwertiges Konzept sichtbar, wenn berufliche und allgemeine Bildung als integriertes Angebot kommuniziert werden: Die Bildungswege im OSZ sind also nicht erst in der 10. Klasse, sondern schon beim Übergang von der Grundschule bei der Wahl der Mittelstufe in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Die Sekundarschule könnte bei Eltern gewinnen, die für ihre Kinder den späteren Weg in Studium oder Beruf offen halten und sie nicht durch Anmeldung auf das Gymnasium auf ein Bildungsziel festlegen wollen. Dazu bedarf es glaubhafter und klarer Kooperationsbeziehungen zwischen Mittelstufen und Oberstufenzentren.

Differenziert, wohnortnah, zielgruppengerecht: Das maßgeschneiderte Angebot jenseits von Klasse 10

Bei der Wahl des OSZ Berlin nach Klasse 10 werden zwei Entscheidungsgesichtspunkte eine Rolle spielen: Einerseits werden Schülerinnen und Schüler mit bereits festgelegtem Berufsinteresse ein für sie geeignetes Berufsfeld nachfragen und dafür möglicherweise auch längere Anfahrtswege im Berliner Stadtgebiet in Kauf nehmen. Andererseits werden gerade bei alternativen Standorten - etwa im Berufsfeld Wirtschaft - und bei nicht festgelegter Berufsorientierung regionale Auswahlkriterien eine Rolle spielen.

Um beiden Nachfragen gerecht zu werden, bietet OSZ Berlin bezirkliche Kooperationen an, um in den Feldern Wirtschaft, Technik, Sozialwissenschaft sowie der sonderpädagogischen Förderung für jede Schule der Mittelstufe ein Angebot bereit zu halten. Die freie Wahl einer Spezialisierung auf eine Berufsrichtung in der Oberstufe könnte dann den entscheidenden Wettbewerbsvorteil für die Sekundarschule darstellen.

Das Abitur mit allgemeinen Fächern nach 13 Schuljahren wird ebenso in den Beruflichen Gymnasien am OSZ Berlin stattfinden wie an Oberstufen der Sekundarschulen oder Gymnasien. In Kooperation mit den Bezirken wird gemeinsam ein bedarfsgerechtes Angebot an mindestens dreizügigen Oberstufen entwickelt werden, damit die Oberstufen ein differenziertes, auswahlfähiges Profil bieten können.

 

 

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