Ausstellung "Berliner Arbeiterwiderstand"

Von: Die Admins
, 16.03.2010 um 10:03 Kategorie: Nachricht

15.2. - 30.3.2010

Stolpersteine

Katalog zur Ausstellung

Die Ausstellung am OSZ Lotis

Berliner Arbeiterwiderstand 1942-1945 

"Weg mit Hitler-Schluß mit dem Krieg !" 

Die Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation 

 

Ausstellung im Foyer des OSZ Lotis

(15.2 bis 30.3.2010)

in Zusammenarbeit mit der VVN-BdA und mit Unterstützung der GEW

Führungen und Projekte für Schüler:

"Mit dem Rucksack in die Vergangenheit"

"Stolpersteine am Schulenburgring"

"Jugendliche, Frauen-, Arbeiter im Widerstand"

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog  - Bestellung im Büchershop:

Vor mehr als 65 Jahren entstand in Berlin die Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation, eines der größten Widerstandsnetze gegen den Nationalsozialismus mit über 500 Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Die Organisation kam aus der Arbeiterbewegung, aber auch Ärzte, Lehrer, Ingenieure und Künstler gehörten ihr an. Basis waren illegale Widerstandsgruppen in über 70 Betrieben, vor allem in der Rüstungsindustrie. Sie unterstützten Gegner des Naziregimes, verhalfen Häftlingen zur Flucht, halfen Zwangsarbeitern, versteckten Illegale und versorgten sie mit Geld und Lebensmitteln. Sie schrieben Flugblätter, druckten und verteilten sie. Darin wurde zum Sturz des Hitler-Regimes und zur Beendigung des Krieges aufgerufen. Ein Viertel der Mitglieder waren Frauen. In doppelter Bedrängnis waren die jüdischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer. Seit Sommer 1944 wurden über 300 Mitglieder der Organisation festgenommen. 99 bezahlten ihre entschlossene Gegnerschaft zum Naziregime mit dem Leben. Sie wurden in Hinrichtungsstätten und Konzentrationslagern ermordet oder verstarben in Haft.

Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal, wie sich die Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation unter Einsatz ihres Lebens mit Zivilcourage und Entschlossenheit gegen die Nazidiktatur und den Rassenwahn und für die Beendigung des Krieges einsetzten. Wir wollen uns ihrer in Dankbarkeit und mit großem Respekt erinnern.